Kamerun 2010 - Weltgebetstag der Frauen

Alles, was Atem hat, lobe Gott

Titelbild des Weltgebetstags 2010 der Künstlerin Reine Claire Nkombo aus Kamerun; Bildrechte bei: Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee e.V.
Titelbild des Weltgebetstags 2010

In ihren Bildern hält die Künstlerin Reine Claire Nkombo auf vielfältige Weise vor allem den Alltag von Frauen fest: beim Wasserholen, auf dem Markt, unterwegs zu Gärten und Feldern, zu Hause, mit ihren Kindern, beim Waschen am Fluss… Würde und Ruhe strahlen die Frauen auf ihren Gemälden aus – hohe Wertschätzung spricht aus diesen Bildern für das, was Frauen alltäglich schaffen. Hier begegnen sich die Schöpferin des Titelbildes und die Frauen, die die Gottesdienstordnung aus Kamerun geschrieben haben und verstehen einander unmittelbar, denn die kamerunischen WGT Frauen ermutigen uns mit ihrem eigenen Zeugnis, Gott genau in unseren vielfältigen – auch schwierigen – Alltagssituationen zu loben. Denn dies sind die Orte, wo wir auch immer wieder neu die Präsenz Gottes erfahren und das grundsätzliche göttliche Geschenk unseres Lebens überhaupt.


Die Künstlerin Reine Claire Nkombo spricht in ihrem Bild „Lob dem Ewigen“ die Lebenssituationen von Frauen in Kamerun an und verbindet diese Darstellung mit einer Fülle verschiedener Ausdrucksformen, Gott zu loben. Gott ist im Alltagsleben und in der Geschichte der Menschen tatsächlich und erfahrbar präsent, dafür stehen die Symbole von Licht, Kreuz, Bibel und Taube. Die gefalteten Hände, die sich mit dem Kreuz verbinden, symbolisieren unsere Einheit im Gebet – einem Gebet der Anbetung, der Dankbarkeit und der Demut – einem Gebet, das dem ewigen Gott, unserem Schöpfer gewidmet ist.

 

Das Bild lädt uns ein, die verschiedenen Regionen Kameruns aufzusuchen und mit den Augen der Frauen auf ihr Leben zu schauen: Wir sehen sie beim Wasserholen, beim Kochen und mit ihren Kindern. Wir sehen sie singen, trommeln, tanzen und beten – in sich gekehrt oder gemeinsam mit anderen. Und auch die Schöpfung lobt Gott: Tiere und Bäume, Wasser, Himmel und Erde tun es auf ihre je eigene Weise. Fülle, Schönheit, Reichtum der Farben und Formen zeigen sich in diesem Bild, das selbst zu atmen und zu singen scheint.